Königsberger Forst erhält viel Aufmerksamkeit

Friesenried. Am 30. August fand der inzwischen dritte Waldspaziergang im Königsberger Forst statt. Er soll bis auf Weiteres jeden Sonntag um 17 Uhr durchgeführt werden. Wie bereits in der Vorwoche nahmen erneut rund 180 Menschen daran teil.

Auch der Bayerische Rundfunk, die Allgäuer Zeitung und der Kreisbote waren mit Reporterinnen und Reportern vor Ort, um über die Veranstaltung zu berichten. Friedlich und ruhig spazierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch bzw. entlang des von einem möglichen Radarstandort bedrohten Geländes und kamen miteinander ins Gespräch.

Allerdings sorgte die große Zahl der Besucherinnen und Besucher auch für Probleme. Eine Landwirtin aus Aschthal zeigte sich darüber besorgt, dass viele Fahrzeuge auf ihren Wiesen abgestellt wurden. Sie berichtete einem Teilnehmer, dass in diesem Jahr aufgrund der Trockenheit des Sommers große Futterprobleme bestünden und sie deshalb „auf jeden Grashalm angewiesen“ sei. Zugleich bat sie darum, künftig nicht mehr auf den Wiesen zu parken, da das Gras als Futter für ihre Tiere benötigt werde.

Am selben Abend fand außerdem die erste offizielle Veranstaltung der Bürgerinitiative „Arrow 3“ statt. Sie wurde auf einem Bauernhof veranstaltet, der nur etwa 800 Meter von Aschthal entfernt liegt. Rund 150 Menschen nahmen daran teil.
Die Sprecherin der BI, Theresa Felchner, berichtete, wie die Initiative entstanden ist und wie sie sich entwickelt hat. Weitere Rednerinnen und Redner schilderten ihre persönlichen Eindrücke vom Standort Annaberg, der rund 120 Kilometer südlich von Berlin liegt, und an dem bereits eine ähnliche Anlage errichtet wurde.

Auch die Wassersituation wurde thematisiert. Dabei wurden aktuelle Erkenntnisse vorgestellt. Außerdem wurde berichtet, dass Behörden und Verwaltungen Anfragen zu diesem Thema inzwischen pauschal abblockten und auf die Pressestelle der Bundeswehr verwiesen.
Darüber hinaus kam die Friedensinitiative aus Kaufbeuren zu Wort. Thomas Melcher erklärte, dass man mit der Bürgerinitiative gut zusammenarbeiten wolle und dies bereits geschehe.

Das grundlegende Anliegen aller Beteiligten besteht darin, die Menschen vor Ort über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden zu halten und größtmögliche Transparenz herzustellen. Auf dieser Grundlage sollen sich alle Bürgerinnen und Bürger eine eigene Meinung bilden können.

Viel Interesse im Königsberger Forst vor Ort und bei der Infoveranstaltung der Bürgerinitiative. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zeigen sich empört über die Pläne zur Stationierung der Radaranlage.

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