14.10. Vortrag in Kaufbeuren: Kriegstüchtigkeit oder Gemeinsame Sicherheit?

Mittwoch, 14.10.2026, Stadtsaal Kaufbeuren, Augsburgerstraße 1

Die aktuelle sicherheitspolitische Debatte in Deutschland, aber auch in der NATO insgesamt, wird geprägt durch Begrifflichkeiten wie «Kriegstüchtigkeit», «Verteidigungsfähigkeit», «Wehrbereitschaft» und «Resilienz». Führende bundesdeutsche Politiker postulieren, dass angesichts des Angriffs auf die Ukraine Russland nunmehr ruiniert werden müsse und dass Sicherheit in Europa fortan nicht mehr mit, sondern nur noch gegen Russland organisiert werden könne.

Zugleich sind die bewährten Konzepte «Gemeinsamer Sicherheit» auf dem Schutthaufen der Geschichte verschwunden. Vergessen scheinen sämtliche Lehren aus dem Kalten Krieg, wie sich eine erfolgreiche europäische Sicherheitsarchitektur gestalten ließe, nämlich über Vertrauens- und sicherheitsbildende Maßnahme (VSBM), Rüstungskontrolle und Abrüstung (z.B. MBFR, VKSE, SALT, START, Open Skies etc.). Vor diesem Hintergrund ist zu analysieren, inwieweit die momentan sowohl von der Europäischen Union als auch in der Bundesrepublik Deutschland betriebene Politik einer durchgreifenden Militarisierung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft tragfähige Voraussetzungen für eine zukünftige europäische Sicherheitsarchitektur zu schaffen vermögen.

Oberstleutnant a.D. Jürgen Rose (München) ist Mitgründer des Arbeitskreises „Darmstädter Signal“, der 1983 von Zeit- und Berufssoldaten der Bundeswehr gebildet wurde, um sich gegen die Stationierung neuer Atomraketen zu wenden. Heute setzt sich der Arbeitskreis u. a. für den absoluten Vorrang friedlicher Konfliktlösungen ein. Mehr auf darmstaedter-signal.de

Eintritt frei.
Der Vortrag ist eine Veranstaltung der Kaufbeurer Initiative für Frieden, Internationalen Ausgleich und Sicherheit (KIFIAS).

Kontakt: Thomas Melcher
E-Mail: thomas@melcher-kf.de

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