Allgäu FairNetzt Begegnungsräume

Allgäu FairNetzt Begegnungsräume - Konfliktspielplätze

Willkommen zum „Konfliktspielplatz“, einem Begegnungsraum für einen konstruktiven Umgang mit kontroversen und emotional schwierigen Themen!

  • Kann es uns gelingen einander wohlwollend zu begegnen, auch wenn wir eine ganz andere Meinung zu einem spezifischen Thema haben als unser Gegenüber?
  • Sind wir in der Lage dazu, die Spannung zu halten, wenn sich gegensätzliche Sichtweisen in einem Raum befinden? 
  • Wie fühlt es sich für mich an, wenn ich als Mensch gesehen und wertgeschätzt werde, ganz unabhängig von meinem Erleben und meiner Sichtweise?

Das sind zentrale Fragen, die wir bei Allgäu FairNetzt mit dem Format der BegegnungsRäume miteinander erforschen. Allerdings nicht über eine rein analytische Auseinandersetzung, sondern vor allem über ein intensives, konkretes und gemeinsames Erleben.

In unserer Gesellschaft werden viele Themen kontrovers diskutiert. Das ist und war schon immer so und ist grundsätzlich in einer Demokratie sehr zu begrüßen. Was daran allerdings beunruhigt, ist die Beobachtung, dass es uns scheinbar zunehmend schwerer fällt, die kontroverse Meinung und Sichtweise anderer Menschen zu hören, zu akzeptieren und auszuhalten, ohne auf eine angreifende, vermeidende oder ignorierende Art und Weise zu reagieren.

Da wir der Ansicht sind, dass es für den Fortbestand unserer Demokratie und für ein friedvolles Miteinander von zentraler Wichtigkeit ist, einander offen und respektvoll zu begegnen – auch wenn wir Spannung miteinander erleben – veranstalten wir sogenannte Begegnungsräume.

Bisher fanden zwei offene Begegnungsräume und ein interner Raum statt. Und die Erfahrungen, die wir hier bisher machen durften, haben uns beeindruckt, berührt und inspiriert. Denn sie haben uns aufgezeigt, dass es unter all unseren unterschiedlichen Meinungen und Sichtweisen eine Ebene gibt, auf der wir eine aufrichtige Verbindung zueinander erleben können.

Und sie haben uns spüren lassen, wie wohltuend, nährend und wesentlich es ist, sich authentisch mitzuteilen und dabei von einem wohlwollenden, interessierten und offenen Menschen gesehen zu werden.

Wichtig ist dabei, dass es in diesen Räumen ganz explizit nicht um eine Diskussion über ein bestimmtes Thema geht, sondern um eine fühlende Begegnung von Mensch zu Mensch. Und dass diese Räume von mindestens zwei Menschen wach, einfühlend und wohlwollend begleitet und moderiert werden, um uns in einem sicheren und vertrauensvollen zu bewegen, in dem sich alle willkommen fühlen. 

Thematisch haben wir uns bisher dem Thema Corona zugewandt, denn wir erleben noch heute die Spuren, die diese intensive Zeit in uns und unserem Miteinander hinterlassen hat. Dabei hatten wir unterschiedliche Schwerpunkte. Bei dem ersten Begegnungsraum ging es darum, die verschiedenen Positionen, die wir in der Vergangenheit hatten, im Raum abzubilden und unsere jeweiligen Erfahrungen dazu zu teilen. Beim zweiten Begegnungsraum haben wir bewusst den Fokus auf unser aktuelles Erleben in Bezug auf die Thematik gelenkt und abgebildet, was jetzt noch in uns und zwischen uns spürbar und sichtbar ist.

Dabei ist unser Anliegen nicht, etwas zu verändern oder zu lösen. Sondern es geht uns darum, mehr Bewusstheit in das hineinzubringen was in uns lebendig ist und uns dem offen zuzuwenden. Es einfach da sein  lassen und einander darin sehen und bezeugen. Und zu erfahren, wie es sich anfühlt, die entstehende Spannung im Raum miteinander zu halten, ohne sie sofort zu lösen.

Bisher waren es zwei Begegnungsräume und es werden noch weitere folgen. Denn wir spüren, dass wir hier wesentliche, korrigierende und heilsame Erfahrungen miteinander machen, die wir für eine verbindende, bewusste und vertrauensvolle Kultur des Miteinander dringend brauchen.

Du möchtest informiert werden, wenn der nächste Allgäu FairNetzt Begegnungsraum stattfindet oder möchtest mit unserem Team einen Begegnungsraum in Deiner Nähe organisieren?

Schreib uns gerne  an info (at) allgaeu-fairnetzt.org

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1. Durchlauf, 14. März 2024, 19 Uhr

Wir befinden uns in einer herausfordernden Zeit, die nach Austausch und Verständigung ruft. Wenn wir jetzt lernen, anderen Sichtweisen offen zu begegnen, können wir persönlich und als Gesellschaft an diesen Herausforderungen wachsen und neue Möglichkeiten des Miteinanders schaffen.  Wir möchten einen achtsamen Raum für Kontakt und Austausch öffnen, in dem wir miteinander sein können, auch wenn wir Spannung und Distanz erleben. Hierfür beginnen wir am 14. März 2024, 19 Uhr, mit dem Format der „Begegnungsräume“ und laden Dich herzlich dazu nach Sulzbrunn ein.

Unser Thema ist: Gemeinsam ergründen wir uns selbst in Bezug auf Corona als kollektiven und persönlichen Ausnahmezustand

• Was erlebe ich in mir, wenn ich mich mit Menschen austausche, die eine andere Sichtweise auf die Corona-Thematik haben als ich?
• Wir wollen uns unserer Risse und Polarisierungen bewusst werden
• Wir bemühen uns um Verständnis füreinander, für den Menschen hinter einer Meinung.
• Die Fähigkeit stärken, bei gegensätzlichen Positionen, menschlich in Verbindung zu bleiben.
• Erkennen, dass ich selbst ganz verschiedene Positionen in mir habe.
• Werkzeuge und Botschaften entwickeln, um „zu Hause“ in Richtung Verbindung zu wirken.
• Was ist mein tieferes Anliegen, was ist mir da wichtig HINTER meiner Meinung und Sichtweise? Wofür schlägt mein Herz?
• Was ist dein tieferes Anliegen, was ist dir wichtig UNTER/HINTER deiner Meinung und Sichtweise? Was will dein Herz?

Begegnung und Gemeinschaft sind so wichtig, denn keiner allein weiß genau, wie wir die aktuellen Herausforderungen lösen und den Weg in eine gute Zukunft bahnen können. Lasst uns daraus ein gemeinschaftliches „Zämad goht’s“ entwickeln! Lasst uns die Intelligenz unserer Herzen nutzen, gemeinsam forschen und Mut für neue Erfahrungen generieren. 


2. Durchlauf, 
1. Juli 2024, 19 Uhr

Am 1. Juli um 19:00 Uhr laden wir Dich zu unserem zweiten Begegnungsraum ein, bei dem wir den spannenden Themenbereich „Corona“ weiter vertiefen möchten. Während beim ersten Treffen die Perspektive primär auf die Vergangenheit gerichtet war, richten wir unseren Blick diesmal vorwiegend auf die Gegenwart. Wir wollen gemeinsam die Spuren erforschen, die durch Corona jetzt und hier noch in uns selbst und in unserem Miteinander erlebbar sind. Dabei betrachten wir Corona als ein weltweites Ereignis, durch das tiefgreifende Veränderungen auf persönlicher und kollektiver Ebene stattfanden.

Wie hat mich diese Zeit persönlich geprägt und wie macht sich das in meinem gegenwärtigen Leben bemerkbar? Welche kollektiven Auswirkungen sind heute sichtbar und welche Zuwendung brauchen sie jetzt von uns? Was folgt daraus auch für unsere Zukunft? 

Wir möchten auch dieses Mal einen bewussten Raum für gegenseitiges Zuhören, achtsames Fühlen und aufrichtiges Mitteilen öffnen. Und uns so die Möglichkeit geben, einander auch bei herausfordernden Themen mit Interesse und Wohlwollen zu begegnen.

Wenn Du Dich angesprochen fühlst und teilnehmen möchtest, komm gerne am 1. Juli um 19 Uhr in den Pavillion der Gemeinschaft Sulzbrunn (Sulzbrunn 1 – 8, 87477 Sulzberg)

Da die Plätze begrenzt sind gib uns bitte eine Rückmeldung, ob du kommen wirst. Vielen Dank! 

Wenn du noch Fragen hast, dann komm gerne auf uns zu. Wir freuen uns auf Dich.

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